Entwickeln, kaufen oder erweitern: Welche CRM-Option passt?

Die meisten KMU sollten mit einem Standard-CRM wie HubSpot, Pipedrive, Salesforce oder Microsoft Dynamics 365 starten und es anpassen. Ein individuelles CRM oder ERP lohnt sich, wenn Ihr Prozess selbst ein Wettbewerbsvorteil ist, wenn viele Personen eine einzige schmale Sicht bräuchten, aber je eine Lizenz benötigen würden, wenn Kerndaten dort bleiben müssen, wo Sie sie kontrollieren, oder wenn der grösste Teil der Arbeit in der Integration mit Systemen liegt, die ein Standard-CRM nicht erreicht. Sensaria verkauft keine CRM-Lizenzen, die Empfehlung richtet sich deshalb nach Ihrem Prozess.

Option Passt, wenn Worauf achten
Standard-CRM, konfiguriert Ihr Verkaufsprozess nahe an dem liegt, was das Produkt voraussetzt Umwege über Notizfelder; Lizenzkosten, die mit dem Team wachsen
Bestehendes CRM, erweitert Das CRM funktioniert, ihm aber Daten aus anderen Systemen fehlen API-Limits und Pläne, die eigene Objekte erst ab einer höheren Stufe erlauben
Individuelles CRM oder ERP Der Prozess speziell und integrationslastig ist oder der Datenstandort zählt Wartung und Weiterentwicklung liegen bei Ihnen
Hybrid Standard-CRM für den Verkauf, eigene Anwendung für den Betrieb Pro gemeinsam genutztem Feld genau ein führendes System

Der Vergleich geht weiter im Beitrag Individualsoftware oder Standardsoftware.

So entwickeln wir ein CRM oder ERP

Datenmodell vor Screens. Zuerst definieren wir die Entitäten (Firmen, Kontakte, Deals, Aufträge, Produkte, Aufgaben), ihre Kennungen und die Abgleichsregeln. Normalisierte E-Mail-Adressen und Firmendomains sind die üblichen Schlüssel für die Deduplizierung, und jede Zusammenführung wird in einem Audit-Trail festgehalten, damit sich ein falscher Treffer nachvollziehen lässt.

Pipelines als Konfiguration. Phasen, Pflichtfelder pro Phase, Fristen für das Nachfassen und Zuweisungsregeln liegen in den Einstellungen, nicht im Code. So kann die Verkaufsleitung sie ohne Release ändern.

Rollen, die im Backend gelten. Eine Verkaufsperson sieht ihre Kunden, eine Führungsperson ihr Team, die Finanzabteilung die Fakturierungsfelder. Einen Button in der Oberfläche auszublenden, ist keine Zugriffskontrolle.

Automatisierung, die Menschen respektiert. Automatische Schritte erzeugen Aufgaben, verschicken Erinnerungen und ändern Status, und jede Aktion wird protokolliert. Übersteuert eine Person eine automatische Entscheidung, gilt die Entscheidung der Person. In einem von uns gebauten System klassifiziert eine KI eingehende Antworten, und die manuelle Einstufung des zuständigen Managers hat immer Vorrang.

Integrationen standardmässig lesend. Synchronisationen aus anderen Plattformen starten mit reinem Lesezugriff, laufen inkrementell mit Cursors und lassen sich gefahrlos wiederholen. Das Zurückschreiben kommt bewusst dazu, Feld für Feld.

Was in CRM- und ERP-Projekten schiefgeht

  • Das Chaos wird mitmigriert. Wer alte Daten unverändert importiert, holt Dubletten und tote Datensätze ins neue System. Vor der Umstellung fahren wir einen Probeimport mit Validierungs- und Deduplizierungsbericht.
  • Zu viele Pflichtfelder. Verkaufspersonen hören auf, Aktivitäten zu erfassen. Felder werden erst in der Phase zur Pflicht, in der sie zählen, nicht schon beim Anlegen eines Datensatzes.
  • Dieselbe Kennzahl, dreimal anders berechnet. Verkauf, Marketing und Finanzen berechnen die Konversion je auf ihre Weise. Wir definieren jede Kennzahl einmal in der Datenschicht und verwenden sie in jedem Report wieder.
  • Integrationen, die gute Daten überschreiben. Bearbeiten zwei Systeme dasselbe Feld, entstehen stille Konflikte. Jedes gemeinsam genutzte Feld erhält genau ein führendes System.

Was Kosten und Zeitplan bestimmt

Faktor Wirkung auf den Aufwand
Entitäten und Workflows Jeder Objekttyp und jeder Freigabeweg bringt Modell, Screens und Tests.
Nutzer und Rollen Fein abgestufte Berechtigungen erhöhen den Konzeptions- und Testaufwand.
Datenmigration Menge und Qualität der bestehenden Daten bestimmen oft den Go-live-Termin.
Integrationen Die APIs von Buchhaltung, E-Banking, Shop und E-Mail-Plattform sind sehr unterschiedlich gut.
Reporting Individuelle Reports und Exporte für Finanzen und Geschäftsleitung vergrössern den Umfang.
Mobile Nutzung oder Aussendienst Teams unterwegs brauchen eine andere Oberfläche und eine eigene Synchronisationslogik.

Wenn Sie mit einem SaaS-CRM vergleichen, betrachten Sie mehrere Jahre: auf der einen Seite Lizenzen pro Nutzer, Einführung, Integrationen und interne Administrationszeit, auf der anderen Entwicklung, Hosting, Wartung und Weiterentwicklung. Nach der Analysephase erhalten Sie eine Festpreis-Offerte für ein erstes Release oder einen etappierten Plan.

Kundendaten, DSG und DSGVO

Ein CRM besteht zum grössten Teil aus Personendaten, deshalb beeinflusst der Datenschutz seine Konzeption: für Daten, die in der Schweiz bearbeitet werden, das revidierte Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), in Kraft seit dem 1. September 2023, für Personen in der EU die DSGVO mit vergleichbaren Pflichten. Die Artikelangaben unten beziehen sich auf das DSG. Personen können Auskunft darüber verlangen, was Sie über sie gespeichert haben (Art. 25), also bauen wir einen Export pro Person. Aufbewahrungsfristen und Löschung sind Teil des Systems und keine jährliche Aufräumaktion von Hand. Auftragsbearbeiter wie Hosting und E-Mail-Plattformen werden dokumentiert, und Verletzungen der Datensicherheit, die voraussichtlich zu einem hohen Risiko führen, müssen dem EDÖB gemeldet werden (Art. 24). Unternehmen mit 250 oder mehr Mitarbeitenden müssen zudem ein Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten führen, kleinere nur, wenn sie besonders schützenswerte Personendaten in grossem Umfang bearbeiten oder ein Profiling mit hohem Risiko durchführen. Gehostet wird in der Schweiz oder in einer EU-Region, nach Absprache mit Ihnen.

Wie das CRM mit dem Rest Ihres Systems zusammenhängt

Ein CRM ist nur so gut wie die Daten, die hineinfliessen. Leads kommen über Ihre Website. Das Nachfassen läuft über CRM und Vertriebsautomatisierung und die E-Mail-Automatisierung. Aufträge, Rechnungen und Zahlungen fliessen über API-Integrationen. Die ganze Kette beschreiben wir unter Vertriebsautomatisierung.

Warum Sensaria

Wir haben Systeme gebaut, die neben einem CRM arbeiten und es mit Daten versorgen. Eine Plattform für Startup-Recherche und Outreach überträgt positive Antworten über die REST-API ins CRM des Kunden. Ein System zur Reaktivierung von Affiliates synchronisiert mit reinem Lesezugriff aus einer Tracking-Plattform und macht aus Antworten Aufgaben für die zuständigen Manager. Eine Engine zur Gewinnung neuer Affiliates führt Identitäten über E-Mail, Domain und Social-Media-Profile zusammen, mit einem Audit-Trail für jede Zusammenführung. Ausserdem haben wir eine WooCommerce-Integration gebaut, die aus neuen Bestellungen CRM-Deals macht. Die Sensaria AG hat ihren Sitz in Lugano, Schweiz, und arbeitet für Kunden in der Schweiz und im Ausland, auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch.

Was dazugehört

CRM- & ERP-Entwicklung

  1. 01

    Individuelles CRM

    Firmen, Kontakte, Deals und Aktivitäten, abgebildet nach Ihrer tatsächlichen Verkaufsweise, inklusive der Felder und Phasen, die Ihr heutiges Tool in Freitextnotizen abdrängt.

  2. 02

    ERP-Module

    Aufträge, Lager, Einkauf oder Serviceaufträge als fokussierte Module rund um Ihren Kernprozess, angebunden an Ihre Buchhaltung, statt sie zu ersetzen.

  3. 03

    Verkaufspipelines

    Phasen mit Ein- und Austrittsregeln, Pflichtfeldern pro Phase, Fristen für das Nachfassen und automatischer Übergabe vom Verkauf an die Auftragsabwicklung.

  4. 04

    Kundendatenbank und Datenqualität

    Ein Datensatz pro Kunde: Abgleich über normalisierte E-Mail-Adressen und Firmendomains, Zusammenführungen mit Audit-Trail und Importe, die validieren, bevor sie schreiben.

  5. 05

    Workflow-Automatisierung

    Aufgaben, Erinnerungen, Freigaben und Statuswechsel, ausgelöst durch Ereignisse; jede automatische Aktion wird protokolliert und kann jederzeit von einer Person übersteuert werden.

  6. 06

    Rollenverwaltung

    Berechtigungen nach Rolle, Team, Region oder Datensatz, durchgesetzt im Backend und nicht nur in der Oberfläche ausgeblendet.

  7. 07

    Reporting

    Reports zu Pipeline, Konversion und Aktivitäten, jede Kennzahl einmal definiert, CSV-Export für die Finanzabteilung und eine API mit reinem Lesezugriff für BI-Tools.

  8. 08

    Integrationen

    Website-Formulare, E-Mail-Plattformen, Bestellungen aus dem Onlineshop, Buchhaltungs- und Fakturierungssysteme, verbunden über APIs und Webhooks mit Wiederholungen und Logs.

  9. 09

    Anpassung eines bestehenden CRM

    Eigene Objekte, Felder, Pipelines und API-Integrationen in dem CRM, für das Sie bereits zahlen, wenn ein neues System dieselben Probleme nur verschieben würde.

Typische Szenarien

Typische Szenarien

  • Leads aus allen Quellen in einer Pipeline

    Website-Formulare, Empfehlungen von Partnern und Kontakte von Veranstaltungen erzeugen Deals mit hinterlegter Quelle. Dubletten werden automatisch zusammengeführt, und die zuständige Verkaufsperson erhält innert Minuten eine Aufgabe.

  • Antworten, die zu Aufgaben werden

    Eingehende E-Mail-Antworten werden per KI klassifiziert und als Aufgabe an den zuständigen Manager geleitet; Abmeldungen werden automatisch berücksichtigt. Die manuelle Einstufung des Managers hat immer Vorrang vor jener der KI.

  • Bestellungen ins CRM ohne Abtippen

    Jede neue Bestellung im Webshop erzeugt oder aktualisiert einen Deal mit Betrag und Produkten, damit Verkauf und Service bei jedem Kontakt die ganze Kaufhistorie sehen.

  • Ein Excel-ERP ablösen

    Aufträge, Lager und Produktionsplanung, die heute in verknüpften Excel-Dateien liegen, wandern in eine Anwendung mit Rollen, Validierung und einem Verlauf jeder Änderung.

  • Inaktive Kunden zurückgewinnen

    Aktivitätsdaten werden mit reinem Lesezugriff von der Plattform synchronisiert, auf der sie liegen, inaktive Kunden werden segmentiert und bewertet, und jeder erhält eine persönliche Sequenz, die stoppt, sobald er wieder aktiv wird.

FAQ

Häufige Fragen

Soll ein KMU ein eigenes CRM entwickeln lassen oder eine Standardlösung nutzen?

Die meisten KMU sollten mit einem Standard-CRM starten und es konfigurieren. Ein individuelles CRM lohnt sich, wenn Ihr Verkaufs- oder Serviceprozess so speziell ist, dass das Standardtool ständig Umwege braucht, wenn viele Nutzer nur eine schmale Sicht bräuchten, aber je eine Lizenz benötigen würden, wenn der Speicherort der Daten zählt oder wenn die Integration mit hauseigenen Systemen den grössten Teil der Arbeit ausmacht. Wir verkaufen keine CRM-Lizenzen und empfehlen deshalb, was passt.

Was kostet die Entwicklung eines individuellen CRM?

Das hängt von der Zahl der Entitäten und Workflows ab, von Nutzern und Rollen, von Menge und Qualität der zu migrierenden Daten, von Integrationen mit Buchhaltung, E-Banking oder Shop und vom Bedarf an Reports. Preise veröffentlichen wir nicht. Nach der Analysephase nennen wir einen Festpreis für ein erstes Release oder legen einen etappierten Plan vor und zeigen die Kosten für Entwicklung, Hosting und Wartung, damit Sie sie mit Lizenzkosten vergleichen können.

Wie verhalten sich die Gesamtkosten eines individuellen CRM zu einem SaaS-CRM?

Vergleichen Sie über mindestens fünf Jahre. Beim SaaS-CRM: Lizenz pro Nutzer und Jahr mal Anzahl Nutzer, der Plan, der für eigene Objekte und API-Zugriff nötig ist, Einführung, Integrationen und interne Administrationszeit. Beim individuellen CRM: Entwicklung, Hosting, Wartung und Weiterentwicklung. Das Ergebnis hängt stark von der Nutzerzahl ab und davon, wie viel Integrationsarbeit die jeweilige Option verlangt.

Lässt sich ein individuelles CRM mit unserer Buchhaltung, unserem ERP oder unserer Bank verbinden?

Meist ja, aber die Details zählen. Viele Buchhaltungs- und ERP-Programme bieten APIs an, in der Schweiz etwa bexio und Abacus; was sich synchronisieren lässt, hängt von den Modulen und dem API-Zugang in Ihrer Lizenz ab. Banken in der Schweiz und im SEPA-Raum tauschen Zahlungs- und Kontoauszugsdaten in ISO-20022-Formaten aus. Jede Verbindung bestätigen wir in der Analysephase mit einem Test, bevor sie in Umfang und Preis einfliesst.

Was bedeuten DSG und DSGVO für unser CRM?

Ein CRM besteht zum grössten Teil aus Personendaten. Das DSG gilt für Daten, die in der Schweiz bearbeitet werden, die DSGVO für Personen in der EU, und die Pflichten ähneln sich: Personen Auskunft geben, was über sie gespeichert ist, nicht mehr benötigte Daten löschen, Auftragsbearbeiter dokumentieren und Verletzungen der Datensicherheit der Aufsichtsbehörde melden, in der Schweiz dem EDÖB. Wir bauen einen Export pro Person, Aufbewahrungsregeln, rollenbasierte Zugriffe und ein Audit-Log ins System ein und legen den Hosting-Standort, Schweiz oder EU-Region, mit Ihnen fest.

Wie lange dauert die Entwicklung eines individuellen CRM?

Ein erstes Release mit Kernpipeline, Kontakten, Rollen und ein oder zwei Integrationen dauert inklusive Analysephase und Datenmigration typischerweise zwei bis vier Monate. ERP-Module und weitere Integrationen folgen in späteren Releases. Oft bestimmt die Migration der bestehenden Daten den Go-live-Termin, deshalb beginnen wir früh mit Bereinigung und Testimporten.

Wem gehören Quellcode und Daten?

Ihnen. Der Code wird mit Dokumentation und Deployment-Anleitung in Ihr Repository geliefert, und die Datenbank läuft auf einer Infrastruktur, die Sie kontrollieren oder die wir in Ihrem Auftrag betreiben. Alle Daten können Sie jederzeit in offenen Formaten exportieren, und die Weiterentwicklung ist nicht an Sensaria gebunden.

Können Sie unser bestehendes CRM anpassen, statt es zu ersetzen?

Ja, und oft ist das die bessere Option. Wir ergänzen eigene Objekte, Felder, Pipelines und Automatisierungen in Ihrem CRM und bauen die fehlenden Integrationen über seine API. Vorher prüfen wir, ob Ihr Plan eigene Objekte und das nötige API-Volumen zulässt, denn das verändert den Vergleich manchmal.

Eingesetzte Technologie

  • Python
  • FastAPI
  • SQLAlchemy
  • PostgreSQL
  • TypeScript
  • React
  • Node.js
  • Docker
  • OAuth 2.0
Technologie

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Individuelle CRM- und ERP-Systeme oder die Erweiterung Ihres bestehenden CRM: Verkaufspipelines, Kundendaten, Workflows, Rollen, Reporting und Integrationen, gebaut entlang Ihres Prozesses.