Lösung
Vertriebsautomatisierung für KMU: vom neuen Lead zum unterschriebenen Auftrag
Vertriebsautomatisierung verbindet die Schritte zwischen einem neuen Lead und einem Abschluss: Qualifizierung, Zuweisung, Offerten, Follow-ups, Auftragsbestätigung und die Übergabe an die Fakturierung. Sensaria richtet das in dem CRM ein, das Sie bereits nutzen, oder entwickelt die Teile, die es nicht abdeckt. So bleiben die Daten aktuell, und niemand erfasst denselben Kunden zweimal.
Das Problem
Unser Verkaufsteam verbringt mehr Zeit damit, das CRM zu pflegen, Offerten in Word zu bauen und Erinnerungen nachzuverfolgen, als mit Kunden zu sprechen. Ob nachgefasst wird, hängt davon ab, wer daran denkt. Gewinnen wir einen Auftrag, tippt jemand Kunde und Bestellung noch einmal in die Buchhaltung ein.
Wie es zusammenhängt
- 01 Neuer Lead Von Website, Chat, Messe oder Import
- 02 Qualifizierung Eignung, Bedarf, Budget, Zeitpunkt
- 03 Offerte Aus CRM und Preisliste erstellt
- 04 Nachfassen Sequenz und Aufgaben bis zum Entscheid
- 05 Gewonnener Deal Auftragsbestätigung, Vertrag
- 06 Fakturierung & Onboarding Übergabe an ERP oder Buchhaltung
Bausteine
Bausteine
- 01
CRM-Pipeline-Design
Phasen mit klaren Ein- und Austrittskriterien, Pflichtfelder pro Phase und eine feste Liste von Verlustgründen, damit der Pipeline-Report zeigt, was tatsächlich passiert.
- 02
Zuweisungs- und Aufgabenregeln
Leads werden nach Gebiet, Sprache oder Produktlinie zugewiesen. Erreicht ein Deal eine Phase, entstehen Aufgaben; bleibt er länger als vereinbart in einer Phase stehen, folgt eine Warnung.
- 03
Offerterstellung
Offerten aus CRM-Daten und Ihrer Preisliste: Produkte, Rabatte, Lieferbedingungen, der korrekte MWST-Satz, Ihr Layout als PDF, und jede Version bleibt am Deal gespeichert.
- 04
Follow-up-Sequenzen
E-Mails von der eigenen Adresse der Verkaufsperson nach einer Offerte oder einem Termin, die automatisch stoppen, wenn der Interessent antwortet, dazu Erinnerungen an fällige Anrufe.
- 05
Übergabe an Buchhaltung und ERP
Ein gewonnener Deal legt über die APIs den Kunden und den Auftrag oder die Rechnung in Ihrem ERP oder Buchhaltungsprogramm an, etwa in bexio oder Abacus; das CRM behält einen Link auf das Dokument.
- 06
Individuelle CRM-Module
Wo ein Standard-CRM zu Umwegen zwingt (konfigurierbare Produkte, projektbasierter Verkauf, Serviceverträge), entwickeln wir das fehlende Modul oder ein CRM, das um Ihren Prozess herum gebaut ist.
- 07
Verkaufsreporting
Pipeline-Wert pro Phase, Konversion zwischen den Phasen, Verweildauer pro Phase und Verlustgründe, berechnet aus denselben Daten, mit denen das Team täglich arbeitet.
Automatisieren Sie zuerst die Übergaben, nicht die Gespräche. In den meisten Verkaufsteams von KMU geht die Zeit zwischen den Schritten verloren: vom Formular ins CRM, vom CRM zur Offerte, von «gewonnen» zur Rechnung und bei Follow-ups, die niemand eingeplant hat. Um diese Schritte zu verbessern, genügt es meist, das vorhandene CRM zu konfigurieren und mit der Buchhaltung zu verbinden, statt eine neue Plattform zu kaufen. Individuell entwickeln sollten Sie nur die Logik, die Ihr CRM nicht abbilden kann, etwa komplexe Preise oder Vertragsgeschäft.
Konfigurieren, verbinden oder entwickeln?
Nutzen Sie die eingebauten Workflows des CRM für Zuweisung, Aufgaben und E-Mail-Vorlagen. Verbinden Sie das CRM mit Ihren anderen Systemen, wenn Daten es verlassen müssen: Offerten, Buchhaltung, ERP, Kalender. Ein individuelles Modul oder CRM entwickeln Sie nur, wenn Ihr Prozess Datenstrukturen braucht, die ein Standard-CRM nicht abbilden kann. Die meisten Projekte kombinieren die ersten beiden Wege und entwickeln wenig oder gar nichts.
| Eingebaute CRM-Workflows | CRM plus Integrationen | Individuelles CRM oder Modul | |
|---|---|---|---|
| Deckt ab | Zuweisung, Aufgaben, Vorlagen, Phasenwechsel | Offerten, Buchhaltung, ERP, Kalender | Preislogik, Vertrags- oder Projektgeschäft, ungewöhnliche Daten |
| Aufwand | Konfiguration | Konfiguration plus API-Arbeit | Softwareprojekt |
| Grenzen | Nur Daten, die im CRM liegen | Grenzen der jeweiligen API; braucht Monitoring | Die Wartung liegt bei Ihnen |
| Wählen, wenn | Ihr Prozess zum Modell des CRM passt | Daten andere Systeme erreichen müssen | Standard-CRMs ständig zu Umwegen zwingen |
Wie ist das System aufgebaut?
Das CRM ist das führende System für jeden Deal. Die Lead-Erfassung schreibt hinein (siehe Leadgenerierung). Phasenwechsel lösen den nächsten Schritt aus: eine Aufgabe für ein Erstgespräch, eine Offerte aus der Preisliste, eine Follow-up-E-Mail von der Adresse der Verkaufsperson. Die Sequenz prüft den Deal vor jedem Schritt. Hat der Interessent geantwortet oder einen Termin gebucht, oder ist der Deal verloren, stoppt die Sequenz.
Ein gewonnener Deal ruft die API der Buchhaltung auf, legt Kunde und Auftrag an und speichert die Referenz am Deal. Fehlgeschlagene Aufrufe werden wiederholt und gemeldet, nie verworfen.
Dieselbe Regel, vor jedem automatisierten Schritt den aktuellen Stand zu prüfen, wenden wir in unseren eigenen Systemen an. Im System zur Reaktivierung von Affiliates, das wir für einen SaaS-Kunden gebaut haben, geht jeder Nachricht einer vierstufigen Sequenz eine frische Prüfung gegen die Quellplattform voraus; Antworten werden klassifiziert und als Aufgaben an einen Manager weitergegeben.
Beispiel: ein Büromöbel-Anbieter in Bern
Beispielszenario, kein Kundenprojekt.
Ein Unternehmen mit 12 Mitarbeitenden verkauft Büromöbel an Firmen und Schulen. Offerten entstehen in Word aus einer Excel-Preisliste, Follow-ups hängen vom Gedächtnis ab, und gewonnene Aufträge tippt die Büroleitung in bexio ein.
Nach dem Projekt erhält ein qualifizierter Deal im CRM seine Offerte mit einem Klick: Produkte aus der Preisliste, der ausgehandelte Rabatt des Kunden, Lieferbedingungen und MWST, als PDF auf Deutsch oder Französisch. Die Offerte geht von der Adresse der Verkaufsperson hinaus. Kommt nach fünf Arbeitstagen keine Antwort, erhält die Verkaufsperson die Aufgabe, anzurufen. Bestätigt der Kunde, wechselt der Deal auf «gewonnen», Kunde und Auftrag werden in bexio angelegt, und das Lieferteam erhält das geplante Datum. Die Büroleitung prüft den Auftrag, statt ihn abzutippen.
Was sollten Sie vor dem Start prüfen?
Ein individuelles Nachfassen zu einer Offerte, die der Interessent angefragt hat, gehört zu einem laufenden Geschäftskontakt. Automatisierte Werbesequenzen an Personen, die nie angefragt haben, sind in der Schweiz Massenwerbung im Sinne des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG) und brauchen eine vorherige Einwilligung, einen korrekten Absender und eine kostenlose Abmeldemöglichkeit; in der EU gelten die DSGVO und die nationalen E-Privacy-Regeln. Halten Sie beides im CRM auseinander.
Drei weitere Punkte kommen in fast jedem Projekt auf, hier am Beispiel der Schweiz:
- Datenschutz. Das revidierte DSG, in Kraft seit dem 1. September 2023, verlangt Datenschutz durch Technik und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 7), für Personen in der EU ebenso die DSGVO. Im CRM heisst das: Zugriff nach Rolle, Löschregeln für veraltete Leads und das Wissen, in welchem Land das CRM die Daten speichert.
- MWST. Offerten sollten den richtigen Steuersatz ausweisen. In der Schweiz beträgt der Normalsatz seit dem 1. Januar 2024 8,1 %; für manche Waren gelten reduzierte Sätze. Deshalb sollte die Preisliste den Satz liefern, nicht die Verkaufsperson.
- Sprachen. Vorlagen, Offerten und Sequenzen brauchen oft mehrere Sprachversionen, in der Schweiz etwa Deutsch, Französisch und Italienisch. Die Sprache gehört in den Kontaktdatensatz, nicht in den Kopf der Verkaufsperson.
Wie läuft ein Projekt ab?
- Analyse. Wir gehen mit Ihrem Team fünf bis zehn aktuelle Deals durch und markieren jeden manuellen Schritt und jede Wartezeit.
- Architektur. Pipeline-Phasen, Felder, Automatisierungsregeln, Offertvorlage und die Datenzuordnung zu Buchhaltung oder ERP.
- Umsetzung. CRM-Konfiguration, Offerterstellung, Sequenzen und Integrationen in einer Testumgebung, geprüft an echten Deals aus der Vergangenheit.
- Go-live. Neue Deals laufen durch den neuen Prozess; offene Deals werden gemeinsam mit dem Team migriert.
- Optimierung. Nach einem Monat prüfen wir Konversion und Verweildauer pro Phase und passen Regeln an, die das Team bremsen.
Nach der Analyse erhalten Sie eine Offerte mit Festpreis oder in Phasen. Mehr zur Frage, ob Sie entwickeln oder kaufen sollten, lesen Sie im Artikel Individualsoftware oder Standardsoftware.
FAQ
Häufige Fragen
Was ist Vertriebsautomatisierung?
Vertriebsautomatisierung bedeutet, die wiederkehrenden Schritte im Verkauf der Software zu überlassen: Leads anlegen und zuweisen, an Follow-ups erinnern, Offerten erstellen, Standard-E-Mails versenden und gewonnene Deals an die Fakturierung übergeben. Gespräche, Verhandlung und Urteilsvermögen bleiben bei Ihrem Verkaufsteam. Richtig umgesetzt fallen Dateneingabe und vergessene Follow-ups weg, nicht der menschliche Teil des Verkaufs.
Welche Teile des Verkaufsprozesses sollten wir zuerst automatisieren?
Beginnen Sie mit den Übergaben, bei denen Daten von Hand kopiert werden oder Arbeit darauf wartet, dass sich jemand erinnert: Lead ins CRM, CRM zur Offerte, gewonnener Deal in die Buchhaltung. Diese Schritte fallen bei jedem Deal an, jede Verbesserung spart also jede Woche Zeit. Danach kommen automatisierte E-Mail-Sequenzen. Scoring-Modelle und Prognosen lohnen sich erst, wenn die Pipeline-Daten sauber sind.
Können Sie den Vertrieb in unserem bestehenden CRM automatisieren?
In den meisten Fällen ja. Aktuelle CRMs wie HubSpot, Pipedrive, Salesforce oder Zoho haben Workflow-Funktionen und APIs. Wir konfigurieren also, was das CRM selbst kann, und verbinden es mit Ihren anderen Systemen. Ein anderes oder individuelles CRM empfehlen wir nur, wenn sich Ihr Prozess nicht ohne ständige Umwege abbilden lässt oder das bestehende CRM keine brauchbare API hat.
Kann ein gewonnener Deal automatisch eine Rechnung in unserer Buchhaltung erstellen?
Ja, sofern das Programm eine API bietet und der Zugriff eingerichtet ist, wie etwa bei bexio und Abacus. Ein gewonnener Deal kann dort Kunde, Auftrag und Rechnung anlegen und die Dokumentreferenz am Deal im CRM speichern. Die Buchhaltung stellt die Rechnung dann wie gewohnt aus, in der Schweiz etwa samt QR-Zahlteil. Feldzuordnung und Fehlerbehandlung legen wir in der Architekturphase fest.
Wann ist ein individuelles CRM besser als ein Standard-CRM?
Wenn Ihr Verkaufsprozess von Daten abhängt, die Standardtools schlecht abbilden: konfigurierbare Produkte, Projekt- oder Ausschreibungsgeschäft, lange Serviceverträge oder Preise, die in Ihrem ERP liegen. Es lohnt sich auch, wenn sich Lizenzen pro Nutzer für viele gelegentliche Anwender summieren. Für eine standardmässige B2B-Pipeline ist ein Standard-CRM mit guten Integrationen im Betrieb meist günstiger.
Was bestimmt die Kosten eines Projekts zur Vertriebsautomatisierung?
Die Anzahl der anzubindenden Systeme, die Qualität ihrer APIs, die Komplexität Ihrer Offert- und Preislogik, die Datenmigration aus alten Tools, die Anzahl Sprachen für Vorlagen und das Verhältnis von Konfiguration zu individuellem Code. Nach einer kurzen Analyse erhalten Sie eine Offerte mit Festpreis oder in Phasen, keine Zahl, bevor wir Ihren Prozess gesehen haben.
Projekt besprechen
Vom neuen Lead bis zum unterschriebenen Auftrag: CRM-Pipeline, Offerten, Follow-ups und Übergabe an die Fakturierung verbunden, damit das Verkaufsteam verkauft, statt Daten abzutippen und Erinnerungen nachzuverfolgen.